grobili und wie sie die welt sah
"I have enough to keep me humble and laughing at my own situation, I look
at it like a satire. There's humor in this business, you just have to find
it." (geklaut von Rob Thomas)
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Verfasst am 21.02.2007 03:32:04 Uhr Sie und Er Es gibt ein (hör-)buch, das den namen des auch von mir gewählten titels trägt (also, für die nicht ganz so schnellen unter uns: es heißt „sie und er“)
Es geht (wie in eigentlich jedem buch, das in diese richtung geht) um männern und frauen. Natürlich ist es kein „wenn sie das hier lesen, werden sie das andere geschlecht endlich mal verstehen“-leitfaden, sondern eher eine hmm… verballhornung (um es mal nett auszudrücken). Anscheinend besteht aber ein großer bedarf an solchen, ich nenn sie mal, „männer/frauen sind eben so, die kann man halt nicht ändern, aber mein/e mann/frau ist immerhin besser als der/die mann/frau in dem buch, also hab ichs ja gar nicht so schlecht“-büchern.
Vielleicht gibt es ja wirklich frauen, die ihren karl-heinz in ganz neuem licht sehen, wenn sie dran denken, dass er zumindest nicht alle drei minuten an sex zu denken scheint, wenn er seit 3 wochen keinen mehr haben wollte. Oder sowas in der art.
Ich gebs zu, ich hab dieses hörbuch gehört (so klischeebehaftet es auch sein mag). Und auch ich hab mich dabei ziemlich gefreut, dass mein freund anders (und besser, natürlich) ist als der dargestellte otto-normal-schniedelinhaber (welcher meiner meinung nach eh nur die schlechtesten eigenschaften, die ein mensch so an den tag legen kann, miteinander vereint).
Naja, zugegebenermaßen ist es nicht sonderlich schwer (und hoffentlich eins seiner lebensziele), kein laufendes klischee im auftrage des testosterons zu sein, aber mein freund ist nicht nur besser als ein klischeemann, nein, er ist auch wesentlich besser als ein nicht-klischeemann, der nur durch das vorhandensein eines klischeemannes (ich schreib das wort bestimmt zu oft) gut dasteht.
Ganzschön kompliziert, was?
Also mal ein beispiel: der eigene freund hört einem nie richtig zu. Das ist so lange scheiße, bis man dann zufällig vom klischeemann hört, der nicht nur nicht zuhört, sondern auch selbst nix sagt. Da denkt man sich als frau „oha, das hätte ja auch schlimmer kommen können. Gut, dass ich karl-heinz hab.“
Ja. Und der unterschied zwischen karl-heinz (der jetzt auch schon zu einem klischee degradiert wurde, wenn man es genau nimmt) und meinem freund ist jetzt der, dass mein freund mir von vornherein zuhört (naja, meistens…^^) und ich gar nicht den umweg über den klischeemann machen muss, um das, was er mir bieten kann, wieder zu schätzen.
Und so kann man die liste der dinge, die ihn toller machen als jeden anderen, beliebig fortsetzen.
Er hat sich noch nie boshaft über meinen fahrstil geäußert, traut mir zu, dass ich technische geräte selbst bedienen kann (was ich mir trotzdem abgewöhnt hab, wozu ist er denn da?), ist lustig, ernst, sensibel, männlich, verkuschelt, manchmal sogar frisch rasiert, halt die ganze palette. Und meist sogar zur richtigen zeit.
Naja. Wenn man sich diesen text jetzt durchliest, fragt man sich vielleicht, was ich eigentlich damit bezwecken wollte. So recht weiß ich das auch nicht.
Tun wir einfach mal so, als sei es eine verkappte, reichlich ungeschickte liebeserklärung an einen ganz besonderen menschen.
<3
Verfasst am 04.12.2006 01:56:41 Uhr krieg des egos so. mal wieder sonntag abend. im fernsehen laufen gerade die backstreet boys. lustigerweise weiß ich grad nicht, wie das lied heißt, kann aber mitsingen und weiß sogar, an welcher stelle man wie stöhnen muss. ob das jetzt an der eingängigkeit des liedes oder an meiner eigenen verdorbenheit liegt, wird sich wohl nicht rausfinden lassen.
bei verdorben fällt mir übrigens ein, dass ich eben beim zappen sah, dass die frau im sonntäglichen softporno auf vox cellulite hatte. zumindest in der haltung, in der sie sich befand. an dieser stelle muss ich vielleicht erwähnen, dass mein freund unter der sogenannten cellulite-blindheit leidet. nein, nicht bei der ische im fernsehen. ok, zugegeben, bei der auch. aber die bekommt er in meinem beisein eh nicht zu sehen.
ich schalte nämlich prinzipiell schnell weiter, wenn nackte weiber im fernsehen rumlaufen. zumindest, wenn sie über 35 oder unter 200 kilo wiegen. ok, das war gelogen, ich würde auch umschalten, wenn ne 300 kilo-frau nackt im fernsehen rumliefe. sicher ist sicher.
mit dem "kuck mal, die hat auch cellulitis"-argument braucht man ihm ja nicht kommen, um das gesehene abzuwerten. andererseits hab ich ihm auch nie erklärt, dass "organgenhaut" nicht meint, dass man von schweinchenrosa ins gelbliche wechselt. nachher sagt er dann noch "ach sooo, und ich hab immer zwischen deinen dellen gesucht" oder so.
naja. sowas würde er dann wohl doch nicht sagen.
dumm ist er ja nicht. und boshaft auch nicht.
meist hat er sogar den anstand, über schöne frauen zu lästern. eine eigenschaft, die ich ihm hoch anrechne. zumindest so lange, bis ich drüber nachdenke, dass er heidi klum hässlich findet, mich aber nicht. aber wir wollen hier ja keine umkehrschlüsse ziehen. höhö.
naja. ich für meinen teil werde meine straffen schenkel (kommt halt immer drauf an, wen man fragt) jetzt ins bett bewegen. ab morgen gibt es nur noch salat. wie immer...
Verfasst am 20.11.2006 03:02:59 Uhr nachtprogramm nee, mit dem titel meine ich nicht das, was sich nachts in deutschen betten abspielt. obwohl...vielleicht doch, denn darum scheint es im fernsehen nachts (naja, auch tags) ja überwiegend zu gehen.
ich sah eben die wiederholung von "bauer sucht frau". jaaa, ich weiß, das darf man eigentlich niemandem sagen.
aber mal ehrlich: was kann generation supernanny so rein fernsehprogrammtechnisch noch schocken? son paar rotbackige schweinestallausmister auf der suche nach ihrem persönlichen bauerntrampel sicher nicht. sinnfreiheit bedeutet ja heute nicht mehr gleich, dass man sich schämen muss, wenn man es trotzdem sieht. paris hilton gibt sich ja auch nicht den ganzen tag ohrfeigen, nur weil ihr dasein bisher keinen offenkundigen zweck verfolgte.
aber darum geht es mir ja gar nicht. es geht mir natürlich um mich. wenn ich so ääh dinge aus dem hmmm wahren leben (wir gehen an dieser stelle natürlich davon aus, dass es sich in solchen naja dokumentationen um tja echte geschichten handelt...) sehe, beziehe ich das immer auf mich.
beispielsweise hat der eine bauer seiner auserwählten (jaja, das klingt richtig romantisch, wenn man es so formuliert.) heute gesagt, dass sie ihm zu fett ist und er sie ja gewählt hat, als er was getrunken hatte.
an dieser stelle steht die emanzipierte, selbstbewusste zuschauerin auf, schaltet den fernseher aus und schickt dem kerl beizeiten eine briefbombe. unsereiner starrt gebannt auf den bildschirm und denkt sich "hmm... so dick ist die doch gar nicht... hmhm...*eigenespeckfaltenkneif*... dünner als ich bestimmt...hmm...waaaaaaah!"
naja, oder so ähnlich. zugegebenermaßen fiel es mir beim anblick dieses mannes schwer, ihm das recht auf einen anspruch in sachen "aussehen der partnerin" zuzugestehen, was natürlich nicht nett und nur dazu gedacht war, mein ego wieder aufzubaue(r)n.
was mich aber eigentlich viel mehr mitnahm, war die tatsache, dass ich bei dem einen paar fast ein bisschen neidisch war. also, nicht auf ihn (ich weiss nicht, wie sie es aushält, den ganzen tag wie eine bibliothekarin im jungeninternat zu kucken) und nicht auf sie (wer will schon nen 41jährigen mamasohn), sondern darauf, dass die abends fein zusammen ins bett gingen und rumknutschten.
ich will auch.
also, nicht mit dem bauern im fernsehen, sondern mit schatzü. aber ich kam mir trotzdem ziemlich verzweifelt vor, als ich beim anblick von pat und patachon dran dachte, dass ich jetzt nur nicht schlafen kann, weil ich das auch so gerne haben möchte. und zu allem überfluss hatte die frau auch speckringe. und den hat das nichtmal gestört.
was ich damit genau sagen will, weiss ich auch nicht so recht. ich für meinen teil denke darüber nach, während ich mich im teleshop von den vorzügen des fettfreien dampfgarens überzeugen lasse. so wegen der speckringe und so.
Verfasst am 09.08.2006 23:27:10 Uhr hundiii es gibt orte, an denen sich niemand gerne auffhält. dazu zählen uniräumlichkeiten, bekleidungsgeschäfte für magersüchtige kinder und tierkliniken.
und in letzterer war ich letzten freitag. also, ich und mein hund, damit da mal keine spekulationen laut werden.
mein über alles geliebter fellknubbel (nein, immer noch der hund) humpelte nämlich. also, er kam uns (ja, diesmal ich und mein freund) morgens irgendwie unrund gehend entgegen.
zugegebenermaßen macht er das häufiger, weil er ein ziemlicher paddel ist, aber diesmal wurde es im laufe des tages so schlimm, dass ich angst ums erbe bekam (wenn ich mamas liebling auf dem gewissen habe, kann ich in die dominikanische republik fliehen, sie wird mich trotzdem finden...), meinen dreibeinigen patienten ins auto trug und 45 kilometer in unsere stammtierklinik fuhr (letzter besuch war vor zwei wochen, weil... er humpelte).
als wir endlich ankamen (zu meiner schande muss ich gestehen, dass ich mich auch noch gründlich verfahren habe und schon entsprechend gut gelaunt war), humpelte lucky begeistert ins wartezimmer. ich dachte mir ja gar nichts dabei, schließlich sind andere hunde ja gut zu ertragen. bis mir dann auffiel, dass hunde selten ohne besitzer da auftauchen.
es folgten also zwei wunderschöne stunden voll "ach, warum sind sie denn da? ... aaach, ja, das kenne ich... unserer war auch mal so krank... jaja...aber der dr. namenhabichverdrängt, der hat ihn ja wieder sooo gut hingekriegt..." und "wo kommen sie denn her? ach, so weit?... ja, aber hier isses ja so nett... jaja... und man darf sogar im wartezimmer rauchen....
supi. das nächste mal trage ich ein "ja, verdammt, das ist ein hund, aber ich will nicht drüber reden"-tshirt oder so.
lucky fand die wartezeit eigentlich richtig klasse, wenn man von dem einen köter absieht, der ihm ans leder wollte. aber wer wird denn nachtragend sein... wir haben ihn gerne vorgelassen. und den hund danach auch... und den nächsten auch noch... was tut man nicht alles, wenn der eigene hund krank ist...
und wo wir gerade dabei sind: wir wurden als nach hundert jahren warten aufgerufen wurden, schwante mir schon böses. der blöde köter humpelte nicht mehr.
wir also rein, dem arzt mitteilen, dass es hier um einen sterbenskranken hund geht. naja, um einen ehemalig sterbenskranken hund.
der arzt hörte sich meine kleine, verzweifelte geschichte ("also, heute morgen ist er mit deeem bein da nicht aufgetreten... also, jetzt macht er es, aber stellen sie sich vor, er würde es nicht tun. so war das.") mit diesem gesichtsausdruck an, den man sonst auflegt, wenn einem die dreijährige tochter erzählt, dass sie später auf jeden fall mal astronautin werden will oder so. naja, alle weiteren untersuchungen waren natürlich auch vollkommen ergebnislos.
wir mussten sogar auf dem hof vortraben (und ich hatte meinen gürtel vergessen... schonmal mit einer weiten stretchjeans gejoggt?).
wir bekamen dann tabletten mit ("die äääh wirken irgendwie gegen alles... geben sie ihm die, wenn sie denken, dass er was hat oder so... ja...ääh genau") und durften, absolut humpelfrei, wieder abziehen.
jaaa, zugegebenermaßen ist es natürlich schon toll, wenn der hund gesund ist (man denke auch an meinen blutdruck dabei), aber diese gesundheit hielt genau bis zu dem zeitpunkt, an dem lucky aus dem auto sprang. naja, er ist eben ein bisschen paddelig
Verfasst am 04.07.2006 23:37:58 Uhr nachtrag: haha, draußen....
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